Pressespiegel - Modernste Fertigungsverfahren finden europaweit Anerkennung |
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„Der Standort Meppen bietet für unser Unternehmen zwei wesentliche Vorteile: Zum einen stehen ausreichende Flächen zur Verfügung, zum anderen finden wir hier gut ausgebildete und vor allem motivierte Mitarbeiter für alle Unternehmensbereiche.“ Gerhard Hempelmann (Fotos unten, rechts) weiß, wovon er spricht. Denn gemeinsam mit seinem Bruder Jürgen (Fotos unten) leitet er die Maschinenfabrik HEDELIUS, die als Hersteller von Bearbeitungszentren für die Zerspanungstechnik internationalen Ruf genießt.
Es ist in diesem Jahr genau dreißig Jahre her, dass sich das in Bünde / Westfalen als Hersteller von Spezialmaschinen für die Holzbearbeitung gegründete Unternehmen in Meppen ansiedelte. Der Grund für diesen Schritt lag zunächst darin, dass die Firma HEDELIUS nach zehn Jahren in angemieteten Produktionsstätten ein eigenes „Zuhause“ suchte, zudem hatte sich mit der bereits in Meppen ansässigen Firma Elektra Beckum ein Partner für die Produktion der heute unter dem Namen „Metabo“ bekannten Elektrowerkzeuge gefunden. Für den Firmengründer und Vater der heutigen Geschäftsführer, Werner Hempelmann, war dieser Anreiz groß genug, um seinen Betrieb zu verlegen, seine bisherigen Produkte in Lizenz an Elektra Beckum zu vergeben und mit der Produktion von Sondermaschinen für die Metallbearbeitung zu beginnen. Mittlerweile gehört HEDELIUS zu den führenden Spezialisten im Bereich der Metallbearbeitung. Die Maschinen aus Meppen, die als so genannte Bearbeitungszentren alle zerspanenden Arbeiten an Metallbauteilen mit Hilfe modernster CNC-Fertigungsverfahren und CAD-unterstützter Konstruktion durchführen, genießen europaweite Anerkennung. Für Gerhard Hempelmann ist sein Standort noch aus einem anderen Grund Anlass für besonderen Stolz: „Wir sind hier der nördlichste Anbieter für spanabhebende Spezialmaschinen“, erklärte der Geschäftsführer in einem Gespräch mit Wirtschaft aktuell. „Auch wenn wir hier abseits unserer deutschen Märkte, die eher in Süddeutschland beheimatet sind, liegen, finden unsere Kunden trotzdem ihren Weg zu uns.“ So konnte Gerhard Hempelmann auch darauf verweisen, dass täglich mehrere Gruppen von Interessenten aus dem In- und Ausland in den Geschäftsräumen in Meppen begrüßt werden können. Nachdem mit insgesamt zwanzig Werksvertretungen in Deutschland der hiesige Markt gut
abgedeckt ist, sind es die ausländischen Märkte, denen bei den Zukunftsplanungen der Gebrüder Hempelmann ein besonderes Augenmerk gilt: „In Kürze werden wir mit einer Niederlassung in der Türkei und Polen an den Markt gehen“, beschreibt Gerhard Hempelmann die Umsetzung seiner Wünsche und Vorstellungen. Weitere Niederlassungen in den baltischen Staaten und in den Ländern Osteuropas befinden sich in Planung. Trotz ihrer verstärkten Auslandsaktivitäten bleiben die Geschäftsführer auch im Hinblick auf ihre Wünsche eher bescheiden: „Wenn wir in ganz Europa vertreten sind, haben wir unser Ziel erreicht. Märkte in Übersee sind für uns weder jetzt noch in Zukunft ein Thema.“ Ein wichtiges Thema ist dagegen für die Familie Hempelmann die ständige Weiterentwicklung und Verbesserung ihrer Maschinen.
Wichtiges Thema ist die ständige Weiterentwicklung und Verbesserung der Maschinen
Bei der Bearbeitung von Metallteilen ist einerseits höchste Präzision gefragt, andererseits sollen die Bearbeitungsmaschinen aber auch flexibel einsetzbar und einfach zu bedienen sein. Für das Unternehmen HEDELIUS sind alle diese Anforderungen längst Teil der Geschäftsphilosophie geworden. So werden beim Bau der Bearbeitungszentren grundsätzlich nur Komponenten eingebaut, die von den jeweiligen Marktführern stammen: „Für uns gilt, dass wir nur das Beste vom Besten einsetzen. Das verspricht zunächst höchste Qualität, gibt unseren Kunden aber auch die Gewissheit, dass im Schadensfall auch in den entferntesten Winkeln Europas von im Land ansässigen Niederlassungen des Herstellers Kundendienst geleistet werden kann.“ Ebenso, wie HEDELIUS von seinen Zulieferern erwartet, dass der Kundendienst schnell und reibungslos verläuft, bürgt auch das Unternehmen selbst für schnellen Service. So sind die einzelnen
Niederlassungen in Deutschland und Europa zwar nur mit Ersatz-Verschleißteilen ausgestattet, doch werden erforderliche Teile über Nacht mit Kurierdiensten angeliefert. „Auf diese Weise können wir unseren Kunden schnellstmöglich helfen, vermeiden aber gleichzeitig, dass die Ersatzteile durch übermäßige Lagerhaltung unverhältnismäßig teuer werden“, meint Geschäftsführer Gerhard Hempelmann. Auch wenn die computergesteuerte Bearbeitung von Metallteilen in drei oder fünf Ebenen mit bis zu 50 verschiedenen Bohr- und Fräswerkzeugen für den Laien verwirrend und kompliziert aussieht, sind die aus geschickt sortierten standardmäßigen Baugruppen Bearbeitungszentren für jeden Zerspanungstechniker problemlos zu bedienen, wobei auch die Umprogrammierung bei wechselnder Aufgabenstellung ohne weitere fachliche Hilfe durchgeführt werden kann. „Das gilt allerdings nur für die Bearbeitungszentren, die in drei Ebenen arbeiten“, schränkt Gerhard Hempelmann ein: „Bei Fünf-Achsen-Einheiten, bei denen sich der Bearbeitungstisch mit dem eingespannten Werkstück zusätzlich drehen lässt, muss die Umprogrammierung von einem Fachmann vorgenommen werden.“
Trotz aller Erfolge bleibt für Gerhard und Jürgen Hempelmann keine Zeit, sich auf dem Erreichten auszuruhen. Derzeit entsteht in Meppen ein großzügiger Anbau an das Verwaltungsgebäude, ein passendes Gelände für die Erweiterung der Produktion ist angekauft und die Eröffnung eines Service-Zentrums in Ulm steht kurz bevor. So sind die beiden Geschäftsführer dankbar, dass mit Dennis Hempelmann, Sohn Gerhard Hempelmanns, seit April die dritte Generation in das Familienunternehmen eingetreten ist und für Kontinuität und Beibehaltung der Familientradition sorgt.
Torsten Hansen
Wirtschaft aktuell EL IV/2003
