Pressespiegel - Auf zwei Beinen steht’s sich leichter |
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Was tun, wenn die Fertigungskapazität im Werkzeugbau erweitert werden soll, ein Bearbeitungszentrum für 5-Achs-Simultanbearbeitung jedoch nicht ausgelastet werden kann? Die Lösung: eine Maschine, die 5-Achs-Fräsen und dreiachsige Bearbeitung in getrennten Arbeitsräumen ermöglicht.
Als Bernd Hilpert, Leiter Werkzeugbau der aqua signal AG in Bremen, grünes Licht bekam für die Erweiterung der Fertigungskapazität, schien es so, als sollte er die Quadratur eines Kreises lösen, wie folgende Rahmenbedingungen verdeutlichen: Bisher wurden imWerkzeugbau überwiegend Schnittwerkzeuge für Blechteile gefertigt. Künftig sollen auchWerkzeuge für Leuchtenabdeckungen sowie kleine Tiefzieh- und Spritzgießwerkzeuge gefertigt werden, auch als Lohnfertigung. Mit Dienstleistungen rund um denWerkzeug- und Formenbau will sich aqua signal, nach eigenen Angaben weltweit führender Hersteller für maritimeBeleuchtungs- undSignalanlagen, ein zweites Standbein schaffen–damit steht’s sichnunmal sicherer. Deshalb die Investition in ein Bearbeitungszentrum für 5- Achs-Simultanbearbeitung von Werkzeugen und Formen aus Stahl und Aluminium. Alles andere, was man sonst für den Formenbau so braucht, ist bereits vorhanden.
„Das Bearbeitungszentrum sollte schnell und sehr genau arbeiten sowie hohe Oberflächengüten erzeugen können, also eine hohe dynamische Steifigkeit haben“, nennt Hilpert einige Auswahlkriterien. Er liebäugelte zunächst mit einem Bearbeitungszentrum mit Dreh-Schwenktisch: „Das wäre zwar zur 5-Achs- Simultanbearbeitung von Werkzeugen und Formen ideal geeignet, aber wir hätten die Kapazität nicht auslasten können.“ Was also tun? Eine Lösung bot der inMeppen ansässige Werkzeugmaschinenhersteller HEDELIUS mit seinem „zwei Maschinen in einer“-Konzept: im linken Arbeitsraum des Bearbeitungszentrums befindet sich ein Dreh- Schwenktisch zur 5-Seiten- oder 5- Achs-Simultanbearbeitung, der rechte Arbeitsraumhat einen starren Tisch zur üblichen 3-Achs-Bearbeitung. „Dieses Maschinenkonzept hat uns sofort überzeugt, weil es sich ideal in unseren Fertigungsablauf integrieren lässt und – trotz nochgeringem Anteil der Simultanbearbeitung – auch ausgelastet werden kann“, schwärmt Hilpert.
Seit einigen Monaten arbeitet die „Zwei-in einer- Maschine“ HEDELIUS RS 80 Magnum zuverlässig im Werkzeugbau. Bearbeitet werden Leuchten- Bauteile und -gehäuse. Im „3-Achs- Teil“ des Bearbeitungszentrums werden beispielsweise amLeuchtengehäuse die Referenzflächen gefräst, während im „5-Achs-Teil“ anschließend die 5-Seiten-Bearbeitung dieser Gehäuse erfolgt. Das Rüsten geschieht jeweils hauptzeitparallel. „Dadurch konnten wir die Fertigungszeiten eines Gehäuses von 50 auf 12 Minuten reduzieren“, konkretisiert Hilpert den Produktivitätsgewinn, der sichdurch dieBearbeitung auf dem HEDELIUS-Bearbeitungszentrumergibt. Auch in Puncto Genauigkeit und Oberflächengüte weiß er nur Gutes zu berichten: „Mit dem Bearbeitungszentrum erreichen wir locker die erforderlichen Toleranzen von wenigenMikrometern und fertigen sehr hohe Oberflächengüten .“ Notwendig ist diese hohe Fertigungsqualität vor allem bei Gehäuse- Dichtflächen für Ex-Schutz- Leuchten.
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BERNHARD KUTTKAT MM Das Industrie Magazin · 13/2004 |
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Durch das hauptzeitparallele Rüsten bei der Gehäusebearbeitung konnte die Fertigungszeit von 50 auf 12 min reduziert werden. |
Bernd Hilpert, Leiter Werkzeugbau der aqua signal AG, Bremen: „Das Maschinenkonzept ‚Zwei-Maschinen- in-einer’ von HEDELIUS passt ideal in unseren Fertigungsablauf und steigert die Produktivität drastisch.“ |