• "Die Maschine kann wirklich alles"

    GEWO Feinmechanik setzt auf die FORTE 85

GEWO Feinmechanik GmbH & Co. KG | FORTE 85
Einsatzgebiet: Maschinen- und Anlagenbau, Lohnfertigung, Medizintechnik und Luft- und Raumfahrttechnik | Firmensitz: Wörth-Hörlkofen, Deutschland | Mitarbeiter: 752

„Die Maschine kann wirklich alles“

Die familiengeführte GEWO Feinmechanik GmbH & Co. KG mit Standort in Wörth-Hörlkofen bei München ist auf die Entwicklung, Konstruktion und Fertigung hochkomplexer Präzisionsbauteile spezialisiert – auch unter strengen Reinraumbedingungen. Das Unternehmen beliefert diverse Global Player aus der Halbleiterindustrie, der Luft- und Raumfahrt, der Automobilindustrie sowie aus Medizin und Forschung und verbindet dabei hohe Fertigungstiefe mit einem klaren Fokus auf Präzision und Reinheit bis zur molekularen Ebene.

Mit mehr als 40 Jahren Erfahrung, High Purity Cleaning sowie Reinigungs- und Montageprozessen in ISO-Klasse 5/6/7 verfügt GEWO über umfassendes Know-how für Bauteile, bei denen es auf jeden Mikrometer ankommt. Seit August 2024 ist mit der FORTE 85 Single 1620 auch ein leistungsstarkes 3-Achs-Bearbeitungszentrum aus dem Hause HEDELIUS im Einsatz.

Gesucht: Kompakter Allrounder mit großem Y-Verfahrweg

„Wir waren damals auf der Suche nach einer großen Maschine im 3-Achs-Bereich“, erinnert sich Andreas Empl, Abteilungsleiter Fräsen bei GEWO. Was zunächst trivial klingt, unterlag jedoch einer zentralen Bedingung: „Der Y-Verfahrweg musste mindestens 800 mm betragen, und dabei sollte die Maschine trotzdem so kompakt wie möglich bleiben. Das hat die Auswahl auf dem Markt schon deutlich eingeschränkt.“

Neben den technischen Anforderungen war den Verantwortlichen aber auch eine grundsolide Partnerschaft wichtig: „Wir haben uns deshalb gezielt auf dem deutschen Markt umgeschaut, um auch über den Kauf der Maschine hinaus einen zuverlässigen Ansprechpartner an der Seite zu haben“, betont Harald Reiser, Hauptabteilungsleiter Fräsen und High Purity Cleaning.

„Eine hervorragende Symbiose zweier familiengeführter Unternehmen“ – so bewertet Harald Reiser (l., GEWO) die Partnerschaft zwischen seinem Unternehmen und HEDELIUS. Neben ihm (v. l.): Andreas Empl (GEWO), Martin Gumpp (HEDELIUS) und Lukas Dömötör (GEWO).

Ein günstiger Zufall, der Reisestress erspart

Um sich anschließend einen „handfesten“ Eindruck von der FORTE 85 verschaffen zu können, hätte die GEWO-Delegation im Normalfall einen stattlichen Reiseaufwand auf sich nehmen müssen. Schließlich sind es schlappe 750 Kilometer von Wörth-Hörlkofen bis zum HEDELIUS Vorführzentrum in Meppen. Dass die Besichtigung aber am Ende sogar ein „Heimspiel“ wurde, ist einem günstigen Zufall zu verdanken: „Nach dem ersten Kontakt zu HEDELIUS stellte sich heraus, dass ein Zerspanungsbetrieb in unserer Nachbarschaft ebenfalls genau diese Maschine nutzt. Also konnten wir uns dort selbst ein Bild von der FORTE 85 in Aktion machen, ohne dafür bis nach Meppen zu reisen.“

Bereits im Standard verfügt die FORTE 85 Single 1620 über ein großzügiges 80-fach Werkzeugmagazin.

FORTE 85: Ideal für anspruchsvolle Aufgaben

Die FORTE 85 ist ein leistungsstarkes 3-Achs-Bearbeitungszentrum für die präzise und wirtschaftliche Fertigung von Einzelteilen und Kleinserien. Mit Verfahrwegen von 1.620 x 850 x 700 mm, einer großzügigen Aufspannfläche von 1.800 x 900 mm und einem hochbelastbaren Festtisch bietet sie beste Voraussetzungen für anspruchsvolle Bearbeitungsaufgaben.

Serienmäßig ist die FORTE 85 mit direkten Messsystemen sowie einem 80-fach Werkzeugmagazin ausgestattet; optional lässt sich die Werkzeugkapazität modular auf bis zu 344 Plätze erweitern.

„Rundum gelungenes Maschinenkonzept“

Angesichts der strengen Anforderungen an Präzision und Reinheit ist die FORTE 85 Single 1620 genau das Puzzleteil, das in der GEWO-Fertigung noch fehlte. Besonders die hohe Maschinensteifigkeit eröffnet neue Möglichkeiten, ist Harald Reiser überzeugt: „Es gibt nicht viele Modelle auf dem Markt, die in diesem Längen-Breiten-Verhältnis so kompakt und stabil sind. Das Maschinenkonzept ist wirklich rundum gelungen.“

Im täglichen Einsatz überzeugt die FORTE 85 durch ihre praxisgerechte, bedienerfreundliche Auslegung: Der feststehende Maschinentisch mit eingelassenem ZeroClamp Nullpunktspannsystem, das große Maschinenfenster und die ergonomische Arbeitshöhe erleichtern dem Bediener den direkten Zugang zum Werkstück. Ein großes Plus, wie Andreas Empl meint: „Man ist nah am Maschinentisch und muss sich nicht das Kreuz verrenken, um zur Tischmitte zu kommen.“

Weniger Nachbearbeitung – mehr Wirtschaftlichkeit

Im Fertigungsalltag werden auf dem 3-Achs-Bearbeitungszentrum meist Werkstücke aus Edelstahl und Aluminium, aber auch schwer zerspanbare Materialien bearbeitet. Nach der Tagschicht läuft die Maschine oft noch weiter, um Serienteile zu fertigen. Die bewährte Fahrständerbauweise der FORTE 85 gewährleistet eine dauerhaft hohe Maßstabilität. „Wir können die Maschine mit einem geringeren Stundensatz laufen lassen. Da der Gang zum Messtisch und die Nachbearbeitung wegfallen, erreichen wir trotzdem ein hohes Zerspanvolumen und damit unterm Strich eine wirtschaftlichere Fertigung“, erklärt Reiser.

Konstruktive Trennung von Bearbeitung und Präzisionstechnik

Ein wesentlicher Vorteil der HEDELIUS Bauweise liegt in der klaren Trennung zwischen Arbeitsraum und Präzisionsmechanik. Im Arbeitsraum befindet sich im Wesentlichen das, was für die Bearbeitung erforderlich ist: Werkstück, Werkzeug, Spannmittel, Späne und Kühlschmierstoff. Führungen, Kugelrollspindeln und direkte Messsysteme sind konstruktiv geschützt. Dadurch werden diese Komponenten durch Kühlschmierstoff und Späne nicht belastet, und der Eintrag von Ölen in den Kühlschmierstoff wird verhindert. Das verbessert die Sauberkeit des Arbeitsraums, unterstützt stabile Bearbeitungsbedingungen und erleichtert die Pflege der Kühlmittelanlage.

Bei der FORTE 85 Single 1620 bilden Kabinentür und Kabinendach eine funktionale Einheit. Beim Öffnen der Tür fährt das Dach automatisch mit auf und gibt den Arbeitsraum komfortabel für die Kranbeladung frei. Gleichzeitig bleibt der Bediener während des Rüstvorgangs besser vor herabtropfendem Kühlschmierstoff geschützt.

Maschinenbediener Lukas Dömötör ist rundum zufrieden mit der FORTE 85 Single 1620. Selbst in der Schwerzerspanung liefert die Maschine eine tadellose Maßstabilität – und ermöglicht so spürbare Produktivitätssteigerungen.

15 bis 20 Prozent mehr Produktivität bei der Schwerzerspanung

Maschinenbediener Lukas Dömötör arbeitet Tag für Tag an der FORTE 85 – und das mit sichtlicher Begeisterung: „Die Maschine kann wirklich alles“, attestiert er. „Sie erfüllt genaueste Toleranzen und arbeitet dabei trotzdem sehr schnell.“

Natürlich müsse ein Bearbeitungszentrum aber auch unter herausfordernden Bedingungen – etwa bei schwer zerspanbaren Legierungen – zuverlässig liefern, wie Dömötör betont. Für derartige Bearbeitungsaufgaben wurde bei GEWO zusätzlich eine Schwerlastspindel angeschafft. Damit sieht er die FORTE 85 für alle Fälle gewappnet, auch wenn nicht jeder seiner Kollegen die Begeisterung uneingeschränkt teilen kann: „Einmal haben wir die Maschine so richtig gefordert. Das Bearbeitungsergebnis war wie gewohnt einwandfrei – aber anschließend kamen von den Kollegen, die eine Etage tiefer arbeiten, Beschwerden über Lärm“, erinnert er sich schmunzelnd.

Doch das zeitweilige Getöse macht sich bezahlt, wie Andreas Empl berichtet: „Über die Produktpalette schwer zerspanbarer Materialien hinweg konnten wir Produktivitätssteigerungen von 15 bis 20 Prozent verzeichnen.“

„Bei HEDELIUS wird wirklich partnerschaftlich gedacht“

Bei GEWO ist man sich einig: Die FORTE 85 hält, was sie verspricht. Für Harald Reiser ist die hohe Zufriedenheit mehr als nur das Resultat technischer Wertarbeit: „Bei HEDELIUS wird wirklich partnerschaftlich gedacht. Uns wurde nicht einfach nur eine Maschine von der Stange verkauft, sondern wir haben sie gemeinschaftlich zu dem gemacht, was sie ist“, erklärt er mit Blick auf individuelle Ausstattungswünsche, die ganz pragmatisch realisiert wurden. „Anderswo wäre das mit viel Tamtam als Sonderausstattungspaket draufgeschlagen worden“, ist er sicher. Für ihn ist die Zusammenarbeit mit HEDELIUS eine „hervorragende Symbiose zweier familiengeführter Unternehmen“.

Auch Andreas Empl lobt die großzügige Ausstattung, wie sie bei HEDELIUS schon in der Serie üblich ist: „80 Werkzeugplätze und zwei Jahre Gewährleistung im Standard – das bietet nicht jeder“, betont er. „Selbst ohne weitere Konfiguration könnte man mit jeder HEDELIUS Maschine sofort loslegen“. Die individuell zugeschnittene Ausstattung „seiner“ FORTE 85 möchte er aber trotzdem keinesfalls mehr missen.

Rosige Aussichten für GEWO

Dass man bei GEWO voller Optimismus in die Zukunft blickt, dürfte kaum überraschen: Künstliche Intelligenz boomt, die Nachfrage nach Mikrochips ist ungebrochen. Ausdruck dieser Aufbruchstimmung ist die 2025 abgeschlossene Erweiterung des Standorts, der nun insgesamt 30.000 Quadratmeter umfasst. Teil dieser Erweiterung war auch die Produktionshalle, in der die FORTE 85 heute zu Hause ist – und dort ist noch Platz. Zwar gibt es aktuell noch keine konkreten Pläne über eine Anschaffung einer weiteren HEDELIUS Maschine, doch für Harald Reiser und Andreas Empl steht fest: „Wenn irgendwann eine zweite kommen sollte, dann wäre es nochmal genau die gleiche.“

HEDELIUS-Bearbeitungszentren des Kunden.

HEDELIUS 3-Achs-Bearbeitungszentrum FORTE 85 Single 1620
FORTE 85
Verfahrwege (X/Y/Z): 1620 x 850 x 700 mm
Verfahrwege: 1620 x 850 x 700 mm
Aufspannfläche: 1800 x 900 mm
Aufspannfläche: 1800 x 900 mm
Belastung Festtisch max.: 1500/2000 kg
Belastung Festtisch: 1500/2000 kg

Weitere Erfahrungsberichte.

Vitronic setzt im Prototypenbau auf den modularen Schunk-Spanntechnikbaukasten, um bei häufig wechselnden Spannsituationen flexibel, prozesssicher und rüstzeitoptimiert zu arbeiten. Dank des Nullpunktspannsystems Vero-S, verschiedener Spanner, Drehfutter und Hydrodehn-Werkzeughalter lassen sich Aufspannungen schnell übertragen, Maschinen effizient auslasten und hochwertige Bearbeitungsergebnisse erzielen. Die einheitliche, skalierbare Ausstattung steigert Produktivität, Ergonomie und Zuverlässigkeit deutlich.

CNC Fräsmaschine ACURA 65 EL mit Roboterautomation PROMOT Promro

Mit rund 60 Mitarbeitern am Standort Dillenburg in Hessen ist die SIBA Metallverarbeitungs GmbH seit über 60 Jahren ein zuverlässiger Partner für unterschiedlichste Branchen. Wer so umfassend aufgestellt ist, muss in der Fertigung hochflexibel agieren können. Deshalb vertraut SIBA seit vielen Jahren auf Bearbeitungszentren von HEDELIUS. Aktuell setzt das Unternehmen auf zwei automatisierte Anlagen, die für höchste Präzision, mannlose Laufzeiten und kurze Reaktionszeiten sorgen: die ACURA 65 EL mit PROMOT-Automation und die ACURA 65 MARATHON mit MARATHON SR422 Palettenspeicher.

„Ein gutes Miteinander“: S&S-Geschäftsführer Jens Meyer und Abteilungsleiter Michael Nonn schätzen die persönliche Betreuung durch HEDELIUS Gebietsverkaufsleiter Sven Stein.

S&S Schliess- und Sicherungssyteme GmbH im thüringischen Mühlhausen kann Dank der TILTENTA 11- 2600 nun noch zeiteffizienter produzieren. Durch den großzügigen Arbeitsraum, das integrierte Schwenkspindelkonzept und eine leistungsstarke 5-Achs-Komplettbearbeitung reicht eine Aufspannung aus, sodass S&S komplexe Bauteile komplett mit der TILTENTA 11- 2600 bearbeiten kann.

Datenschutz