• CNC-Technik für Olympia:
    FES setzt auf HEDELIUS

Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) | TILTENTA 6 Single, ACURA 65, TILTENTA 6-2300, FORTE 65
Einsatzgebiet: Forschung und Bildung | Firmensitz: Berlin, Deutschland

Technik für den Weg
aufs Treppchen

Was haben die Olympischen Spiele mit Metallbearbeitung zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel. Manch einer könnte spontan an den obligatorischen Biss siegreicher Athleten auf ihre Medaillen denken. Doch es lohnt sich, genauer hinzuschauen – denn die richtige Ausrüstung kann über die nötigen Hundertstel entscheiden.

Wenn deutsche Athletinnen und Athleten bei Olympia um Medaillen kämpfen, steckt dahinter in vielen Fällen auch jede Menge Entwicklungs- und Fertigungsarbeit. Beim Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) in Berlin gehört dazu auch CNC-Technik der HEDELIUS Maschinenfabrik aus Meppen.

Das FES: ein begehrter Partner im deutschen Spitzensport

Das FES ist das technologische Zentrum für den deutschen olympischen und paralympischen Hochleistungssport. Als Institut im Trägerverein IAT/FES e. V. entwickelt es hochmoderne Sportgeräte sowie Mess- und Informationssysteme und stellt diese für Training und internationale Wettkämpfe bereit. In dieser Funktion unterstützt das Institut deutsche Athletinnen und Athleten aus 14 verschiedenen Spitzensportverbänden.

Maschinenpark des FES in Rot und Weiß mit HEDELIUS Bearbeitungszentren für die präzise CNC Fertigung

Ein Maschinenpark in Rot und Weiß: Das FES setzt in der CNC-Fertigung vor allem auf Bearbeitungszentren von HEDELIUS.

Das ingenieurwissenschaftliche Know-how umfasst Bereiche wie Aero- und Hydrodynamik, Leichtbau, Tribologie und Strukturmechanik. Konstruiert und gefertigt wird mit modernster CAD- und CNC-Technologie, unter anderem Komponenten für Sportgeräte, Prototypen, Präzisionsbauteile für Trainings- und Wettkampfsysteme sowie Entwicklungs- und Versuchsteile. Das Ergebnis der CNC-Bearbeitung ist dabei später nicht immer unmittelbar am Sportgerät sichtbar: So werden beispielsweise auch hochpräzise Formen hergestellt, etwa für die Fertigung ultraleichter und zugleich hochfester CFK-Komponenten für den Radsport.

HEDELIUS als „CNC-Alleinausrüster“

In der CNC-Fertigung des FES bietet sich ein Anblick mit echtem Seltenheitswert: Fast alle Fräsmaschinen kommen vom selben Hersteller – und das ist kein Zufall. Ab 2016 wurde der Maschinenpark sukzessive auf HEDELIUS umgestellt.

Den Anfang machte eine TILTENTA 6 Single, 2019 wurde dann eine ACURA 65 angeschafft, 2023 folgte eine TILTENTA 6-2300 und 2026 kam schließlich eine FORTE 65 hinzu – ein schlüssiger Fertigungsverbund, der den FES-typischen Mix aus Unikaten, Entwicklungsvarianten, individuellen Anpassungen und wenigen wiederkehrenden Bauteilen flexibel unter einem Dach abdeckt. Hier sticht keine Maschine als „Star“ hervor, sondern der Erfolg ist Teamarbeit – ganz so wie im Sport auch. Die hohe Fertigungstiefe ermöglicht Nico Zimmermann und seinen Kollegen volle Kontrolle über Materialien, Abläufe und Qualität: „Bevor wir etwas zukaufen, bauen wir es lieber selbst“, betont er.

Das Team der Forschungswerkstatt Metall präsentiert stolz einen Wettkampf Viererbob des deutschen Verbandes

Stolz auf ihr Werk: Das Team der Forschungswerkstatt Metall mit einem Wettkampf-Viererbob des deutschen Verbandes.

„Wir haben oft Premieren
– wie im Theater“

Denn anders als in klassischen Zerspanungsbetrieben zählt beim FES nicht die Wettbewerbsfähigkeit der Fertigung, sondern einzig die Qualität und die Performance des Endproduktes. „Wir wollen hier keine Stückzahlen oder Maschinenauslastung maximieren, sondern einfach gute Sportgeräte bauen“, fasst Einkäufer Torsten Schmidt das Ethos am Institut zusammen. Anstatt also Menge zu machen, wird vor allem getüftelt. So entstehen immer wieder neue Prototypen mit teils großer Teilevielfalt, die anschließend getestet und weiter verfeinert werden. „Bei uns ist es so ähnlich wie im Theater: Wir haben oft Premieren, dazwischen wird mal kurz durchgefegt, dann geht’s von vorn los“, ergänzt Schmidt augenzwinkernd.

Vor diesem Hintergrund kann die Entscheidung für HEDELIUS als „CNC-Alleinausrüster“ vor allem als Entscheidung für verlässliche Bearbeitungsqualität bei voller Flexibilität interpretiert werden. „Wir waren schon immer regelmäßig auf den einschlägigen Messen unterwegs und haben uns über den Stand der Technik informiert“, erläutert Schmidt. „Für uns war klar, dass wir uns gerne auf einen Lieferanten festlegen wollten, und den haben wir in HEDELIUS gefunden.“

TILTENTA 6 Single: Der 5-Achs-Allrounder

Die TILTENTA 6 Single war 2016 die erste Anschaffung aus dem Hause HEDELIUS. Sie übernimmt beim FES vor allem die Bearbeitung mittelgroßer, geometrisch anspruchsvoller Werkstücke. Durch die Kombination aus stufenlos schwenkbarer Hauptspindel, integriertem NC-Rundtisch und zusätzlichem Festtischbereich sind sowohl die präzise 5-Seiten- und 5-Achs-Bearbeitung kubischer Komponenten als auch die wirtschaftliche Fertigung verschiedenster Einzelteile möglich.

ACURA 65: Konstante Präzision auf 5 Achsen

Für kompaktere und besonders präzisionskritische Bauteile steht dem FES die ACURA 65 zur Verfügung. Das 5-Achs-Bearbeitungszentrum verbindet einen beidseitig gelagerten Dreh-Schwenktisch mit einem Arbeitsraum für Werkstücke bis zu einem Störkreisdurchmesser von 700 Millimetern und einem Gewicht von bis zu 500 Kilogramm. Direkte Messsysteme und die stabile Maschinenkonstruktion schaffen dabei die Grundlage für eine konstant hohe Bearbeitungsqualität.

TILTENTA 6-2300: Erste Wahl für große Teile

Die TILTENTA 6-2300 erweitert dieses Spektrum um die Bearbeitung langer und großformatiger Komponenten. Mit einem X-Verfahrweg von 2.300 Millimetern und der schwenkbaren Hauptspindel können auch ausgedehnte Werkstücke – zum Beispiel lange Gehäuseteile und Kufen für Viererbobs – an mehreren Seiten und an den Stirnflächen bearbeitet werden, ohne sie mehrfach neu ausrichten zu müssen.

Thomas Proksch präsentiert eine lange Bobkufe die mit der TILTENTA 6-2300 und 2300 Millimetern X-Verfahrweg gefertigt wird

Mit ihrem X-Verfahrweg von 2.300 Millimetern spielt die TILTENTA 6-2300 besonders bei der Fertigung langer Bauteile ihre Stärken aus – wie etwa der Kufe eines Bobs, die Thomas Proksch hier präsentiert.

FORTE 65: Wirtschaftliche 3-Achs-Bearbeitung

Komplettiert wird das HEDELIUS-Quartett durch das kompakte 3-Achs-Bearbeitungszentrum FORTE 65. Das Fahrständerbearbeitungszentrum bietet Verfahrwege von 1.320 × 650 × 600 Millimetern, eine Aufspannfläche von 1.500 × 650 Millimetern und einen hochbelastbaren Festtisch. Die Fahrständerbauweise sorgt dafür, dass die Dynamik weitgehend unabhängig vom Werkstückgewicht bleibt.

„Müssen sehr flexibel und reaktionsschnell sein“

Wesentlich für den Erfolg der Arbeit des FES ist aber nicht zuletzt auch das Feedback der Athletinnen und Athleten selbst: „Oft kommen sie auch persönlich hier in der Werkstatt vorbei“, erklärt Nico Zimmermann. „Wir scannen sie dann ein, nehmen Abdrücke oder simulieren verschiedene Szenarien, um die Sportgeräte genau auf ihre Bedürfnisse zuzuschneiden“. Die jeweiligen Themenleiter des Instituts begleiten die Sportler nicht nur in der Vorbereitung, sondern häufig auch vor Ort beim Wettkampf.

Ihren Höhepunkt erreichen die Vorbereitungen in den Olympia-Jahren: „Dann geht es hier immer richtig rund, noch bis kurz vorm Wettkampf“, schildert Zimmermann. „Da müssen wir sehr flexibel und reaktionsschnell sein“. Gerade unter diesen Bedingungen muss auf jede Maschine Verlass sein – und HEDELIUS liefert, so ist man sich beim FES einig.

Präzise auf einer HEDELIUS Maschine gefertigte Aluminium Form als Grundlage für einen aerodynamisch optimierten Bahnradlenker aus CFK

Auf einer HEDELIUS Maschine präzise gefertigt, bildet die Aluminium-Form die Grundlage für den aerodynamisch optimierten Bahnradlenker aus CFK.

CNC gefräste Aluminium Aufnahmeplatte für eine Baugruppe aus dem Bahnradsport gefertigt mit präziser Zerspanungstechnik

CNC-gefräste Aluminium-Aufnahmeplatte für eine Baugruppe aus dem Bahnradsport.

Fotografie: Thomas Rosenthal, Berlin

HEDELIUS-Bearbeitungszentren des Kunden.

HEDELIUS 5-Achs-Bearbeitungszentrum ACURA 65
ACURA 65
Verfahrwege (X/Y/Z): 700 x 650 x 600 mm
Verfahrwege: 700 x 650 x 600 mm
Abmessungen Dreh-Schwenktisch: Ø 650x540 mm
Dreh-Schwenktischmaß: Ø 650x540 mm
Belastung Dreh-Schwenktisch max.: 500 kg
Dreh-Schwenktischbelastung: 500 kg
HEDELIUS 3-Achs-Bearbeitungszentrum FORTE 65 Single 1320
FORTE 65
Verfahrwege (X/Y/Z): 1320 x 650 x 600 mm
Verfahrwege: 1320 x 650 x 600 mm
Aufspannfläche: 1500 x 650 mm
Aufspannfläche: 1500 x 650 mm
Belastung Festtisch max.: 1200/2000 kg
Belastung Festtisch: 1200/2000 kg

Weitere Erfahrungsberichte.

Das Team der Forschungswerkstatt Metall präsentiert stolz einen Wettkampf Viererbob des deutschen Verbandes

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Anwender an der BMO Titanium 180 die eine ACURA 50 und eine ACURA 65 zur automatisierten Twinner Lösung verkettet

Die Steingross Feinmechanik GmbH & Co. KG ist auf die Fertigung anspruchsvoller CNC-Drehteile und CNC-Frästeile spezialisiert – vom Prototyp bis zur Serienfertigung. Das 1990 von Uwe Steingross in Berlin gegründete Unternehmen versteht sich als ganzheitlicher Systemlieferant der CNC-Zerspanungstechnik und verbindet moderne Fräs- und Drehbearbeitung mit Oberflächentechnik, Präzisionsfinish, Endmontage und konstruktionsbegleitender Beratung. Seit 2019 baut Steingross in besonderem Maße auf HEDELIUS als Technologiepartner – unter anderem bei der Automatisierung der Fertigung.

Vitronic setzt im Prototypenbau auf den modularen Schunk-Spanntechnikbaukasten, um bei häufig wechselnden Spannsituationen flexibel, prozesssicher und rüstzeitoptimiert zu arbeiten. Dank des Nullpunktspannsystems Vero-S, verschiedener Spanner, Drehfutter und Hydrodehn-Werkzeughalter lassen sich Aufspannungen schnell übertragen, Maschinen effizient auslasten und hochwertige Bearbeitungsergebnisse erzielen. Die einheitliche, skalierbare Ausstattung steigert Produktivität, Ergonomie und Zuverlässigkeit deutlich.

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